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Internationale Festivaljury

Pinar Erincin – geboren 1983 in Krefeld. Wuchs als Tochter türkischer Schauspieler in Nordrhein-Westfalen auf. Sie stand bereits im Alter von sechs Jahren auf der Theaterbühne und spielte mit zwölf Jahren erste Film- und Fernsehrollen. Für ihr Kinodebüt EN GARDE von Ayse Polat wurde sie im Jahre 2004 beim Festival del film Locarno mit dem „Leoparden“ für die beste Schauspielerin ausgezeichnet. Auf der Bühne war sie in den Erfolgsinszenierungen „Schwarze Jungfrauen“ von Feridun Zaimoglu und in „Jenseits bist du Türke oder schwul“ von Nurkan Erpulat zu sehen. Derzeit steht sie für die ARD-Serie „Großstadtrevier“ in Hamburg vor der Kamera. Im Kino ist sie in der Komödie EVET, ICH WILL von Sinan Akkus zu sehen.

Srdan Golubović geboren 1972 in Belgrad, Serbien. Studierte dort Filmregie an der Fakultät für Dramatische Künste. Sein DebütspielfilmApsolutnih sto lief auf über 30 internationalen Filmfestivals, darunter in Cottbus (FIPRESCI-Preis 2001), Rotterdam, Thessaloniki, Toronto und San Sebastian, und gewann zehn internationale und 19 nationale Preise. Der zweite Spielfilm KLOPKA hatte seine Weltpremiere 2007 auf der Berlinale und war mit 21 internationalen Preisen sowie einer Oscar-Nominierung ebenso erfolgreich. Neben seiner Tätigkeit als Regisseur arbeitet er an der Fakultät für Dramatische Künste in seiner Heimatstadt.

Roman Gutekgeboren 1958. Studierte Management und Filmanthropologie. Gründete 1985 das Warszawski Festiwal Filmowy und war dort bis 1992 tätig als Direktor. 1994 gründete er „Gutek Film Ltd.“, einer der führenden Art-House Filmverleiher in Polen. Über 250 Filme wurden dort bisher veröffentlicht, darunter Werke von Lars von Trier, Pedro Almodovar, Jim Jarmusch und David Lynch. „Gutek Film“ leitet außerdem das Kino „Muranow“ in Warschau, welches 2004 den Europe Cinemas Award für seine hohe Qualität im Programm erhielt. Seit neun Jahren ist Gutek Direktor des „Era Nowe Horyzonty Festiwal Filmowy“ in Wrocław, seit 2005 auch Vorstandsmitglied des Polnischen Filminstituts.

Kira Saksaganskaya – geboren in Moskau. War zunächst im Ingenieurswesen tätig, bevor sie Anfang der 1990er Jahre ihren Fokus auf Film setzte. Für Rock Films seit dessen Gründung 1991 tätig, erst in St. Petersburg, dann in Moskau, wo sie das zweite Studio der Produktionsfirma eröffnete. Mit ihrer progressiven Sicht auf den internationalen Filmmarkt hat sie maßgeblich zum Erfolg von Rock Films beigetragen – vor allem durch ihre Entschlossenheit, russisch-europäische Koproduktionen zu fördern. Sie ist Koproduzentin aller bei Rockfilms produzierten Filme, darunter die erfolgreichen Spielfilme PROGULKA (2003, Spezialpreis, Cottbus 2003), KOSMOS KAK PREDCHUVSTVIE (2005) und PLENNYY (2008, Hauptpreis, Cottbus 2008), bei denen Alexey Uchitel Regie führte.

copyright: Matthias David

Robert Stadlober – geboren 1982 in Friesach, Österreich. Wuchs in der Steiermark auf und zog mit acht Jahren nach Berlin, wo er bereits in jungen Jahren als Synchronsprecher und Schauspieler arbeitete. Seine erste größere Rolle spielte er 1999 in SONNENALLEE. Ein Jahr später gelang ihm mit der Hauptrolle in CRAZY der Durchbruch als Schauspieler. Es folgten zahlreiche Rollen in Kino- und TV-Filmen. 2003 und 2004 spielte er in zwei Inszenierungen des Schauspielhaus Hamburg. 2006 folgte eine weitere Theaterrolle am Wiener Burgtheater. Mit seiner Band Gary veröffentlichte er 2002 ein Album. Ein weiteres musikalisches Projekt ist Escorial Gruen. Außerdem betreibt er mit SILUH Records ein Independent Musik Label.


Jury Wettbewerb Kurzspielfilm

Milena Gregor – geboren 1969 in Berlin. Studierte Romanistik, Anglistik und Filmwissenschaft in Berlin, Paris und Norwich (UK). Vor, während und nach ihrem Studium war sie tätig als Regie- und Produktionsassistentin sowie in der Organisation des Festival del Film Locarno und des Internationalen Forums der Berlinale. Seit 1994 Programmleiterin beim Arsenal – Institut für Film und Videokunst e.V. in Berlin, wo sie seit 2004 ebenfalls Vorstandsmitglied des Vereins ist. 2007 war sie Mitinitiatorin von „Was ist Kino?“, dem Filmvermittlungsprogramms für Kinder, Jugendliche und Lehrer im Arsenal-Institut.

Robert Gwisdekgeboren 1984 in Berlin. Bereits als Zehnjähriger stand er auf der Bühne des Berliner Ensembles in Brechts „Galileo Galilei“. Sein Kinodebüt gab er als Teenager in GRÜNE WÜSTE (Anno Saul). Von 2002-2006 Schauspielstudium an der HFF „Konrad Wolf“ in Potsdam-Babelsberg. Bei den Filmfestspielen in Cannes 2006 lief der Kurzfilm Firn (Axel Koenzen) mit Gwisdek in der Hauptrolle. 2008 wurde er als bester Nachwuchsschauspieler mit dem Günter-Strack-Fernsehpreis ausgezeichnet. Anfang 2010 wird Gwisdek in zwei Kinofilmen zu sehen sein: 13 SEMESTER (Frieder Wittich) und RENN, WENN DU KANNST (Dietrich Brüggemann).

Jan Naszewski – geboren in Warschau. Studierte Sprachen und EU-Wissenschaften in Edinburgh. Dort initiierte er auch das „New Europe Film Festival“, welches jährlich in Edinburgh und London stattfindet. Das Festival konzentriert sich auf Filmbeiträge aus den zwölf neuen, hauptsächlich östlichen, EU-Mitgliedsstaaten, die 2004 und 2007 der EU beitraten. Neben seiner Tätigkeit als Festivaldirektor beim „New Europe Film Festival“ arbeitete er für zahlreiche andere Film Festivals in Schweden, Polen und Großbritannien. Von Mai 2008 bis Oktober 2009 war er als Leiter im Ankauf für „Shorts International“ tätig. Momentan betreibt er seinen eigenen Kurzfilm-Vertrieb „New Europe Film Sales“ (www.neweuropefilmsales.com).



Jury der Féderation Internationale de la Presse Cinématographique (FIPRESCI)

Alexander Yanakiev (President der Jury), Bulgarien
Ingrid Beerbaum, Deutschland
Murat Ersahin, Türkei
Jelena Jindra, Kroatien
Salome Kikaleishvili, Georgien

Das Festival von Cottbus hat sich als Schaufenster des osteuropäischen Films etabliert und ist heute das wichtigste Forum, um die Filme unserer Nachbarn im Osten kennen zu lernen. Die FIPRESCI, der internationale Verband der Filmkritik (mit Mitgliedern in 51 Ländern weltweit), unterstützt die wertvolle Arbeit, die in Cottbus geleistet wird. Eine Jury der internationalen Kritik wird den besten Film im Programm auszeichnen und dabei vor allem ein junges und neues Kino berücksichtigen. Das Kino im Osten, in all seiner Vielfalt, braucht unsere Unterstützung nicht nur – es verdient sie auch.



Ökumenische Jury


Dr. Elena Dulgheru, Rumänien

Dr. Johannes Horstmann, Deutschland

Volker Mihan, Deutschland

Krzysztof Oldakowski, Polen

Die Internationale Kirchliche Filmorganisation INTERFILM (gegr. 1955) und die Weltorganisation für Katholische Kommunikation SIGNIS (früher OCIC, gegr. 1928, bzw. 2001) sind in Cottbus seit 1999 mit einer Ökumenischen Jury vertreten. Diese verleiht ihren Preis (und eventuell Lobende Erwähnungen) an Filme, die sich durch ihre künstlerische Qualität auszeichnen und eine dem Evangelium entsprechende menschliche Haltung zum Ausdruck bringen oder zur Auseinandersetzung damit anregen und den Zuschauer für spirituelle, gesellschaftliche und soziale Werte und Fragen sensibilisieren.



Jury der Féderation Internationale des Ciné-Clubs (FICC/IFFS)

Pavel Bednařík, Tschechische Republik

John Bjørnebye, Norwegen

Christian Heinzel, Deutschland

Die 1947 während des Filmfestivals von Cannes gegründete FICC ist die internationale Dachorganisation der Filmklubs und nicht-gewinnorientierten Kinos. Zu den Zielen der FICC gehören die Entdeckung und internationale Verbreitung von bedeutenden Filmen. Dazu arbeitet die FICC zusammen mit CINESUD, einem Netzwerk, das dem nichtkommerziellen Verleih von Filmen gewidmet ist, die von Filmvereinen weltweit ausgewählt und gezeigt werden (www.cinesud.net). In Ergänzung zu bestehenden Verleih-Angeboten verschafft dieses Netzwerk Filmen, die in den Kinoprogrammen üblicherweise fehlen, ein Publikum und ein zweites Leben. Präsident der FICC ist der italienische Regisseur Gianni Amelio.


Jury des DIALOG-Preises für die Verständigung zwischen den Kulturen

Martin Krafl, Direktor des Tschechischen Zentrum Berlin

Max Maldacker, Multilaterale Kultur- und Medienbeziehungen, Referent für Kulturprogramme im Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland, Berlin

Andreja Schneider, Schauspielerin, Berlin

Der DIALOG-Preis wird seit 2003 an einen Film verliehen, der den interkulturellen Dialog im Sinne der Verständigung zwischen den Kulturen künstlerisch am überzeugendsten gestaltet. Das Auswärtige Amt der Bundesrepublik Deutschland und der Lausitzer Wirtschafts- und Presseklub dotieren diesen Preis gemeinsam, um Filme auszuzeichnen, die Hoffnung und Zuversicht für eine gute Zukunft in einer gemeinsam gestalteten Welt vermitteln, die für Völkerverständigung und Multikulturalität werben.


Jury des Debut-Preises

Prof. Dr. Matthias Koziol, Vizepräsident BTU Cottbus

Prof. Dr. Günther H. Schulz, Präsident Hochschule Lausitz

Prof. Dr. Dieter Wiedemann, Präsident HFF „Konrad Wolf“, Potsdam-Babelsberg


Jury der Cottbuser Filmschau

Michaela Dopmann, Moderatorin Lausitz TV

Eberhard Nahly, Internationale Beziehungen, Stadt Cottbus

Zaza Rusadze, Regisseur und Drehbuchautor, Tiflis (Georgien)


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